GESCHICHTE

Auf der ganzen Welt werden postindustrielle Gebiete Raum für imponierende architektonische Werke und Schauplatz für Prestigeereignisse aus dem Grenzgebiet von Business, Unterhaltung und Kunst auf höchstem Niveau.

 

Im Zentrum von Gdañsk, in der Nähe des berühmten Platzes der Solidarität, steht ein imponierendes Gebäude, die Nummer 89 a, eine Perle zwischen den postindustriellen Baukomplexen Europas.


Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden hier U-Boote zu Kriegszwecken produziert. Später diente die Werft nur noch friedlichen Zielen. Im Jahre 2004 habe ich sie DAS ZENTRUM GDAÑSKER WERFT genannt und sie wurde zum Sitz eines Europäischen Kultur- und Bildungszentrums.
 

Fast ein Jahr lang haben die Arbeiter der Baufirma FCM Tomex aus Oborniki Wielkopolskie meine Visionen realisiert. Sie haben Mauern abgerissen, Stahlkonstruktionen herausgeschnitten, Werftkräne verschoben, riesige Betonwände errichtet. 20 Tage lang haben pneumatische Hammer den Boden aus Stahlbeton zerstört um endlich die schöne, vor dem Krieg entstandene, gepflasterte Strasse freizulegen und diese Schienen ...

Die Schweißer, die ansonst bei der Fertigung von riesigen Industriehallen arbeiten, setzten historischen Eisenbahntore, Pforten und Galerien ein, bis sie endlich die Seele, den C.LUB Werft - eine einmalige Gaststätte - Betriebsküche zusammengeschweißt hatten. Der Kampf der Elektriker mit der Dunkelheit wurde mit dem Aufhängen imponierender Kronleuchter und hölzerner Wandlampen beendet. Die professionelle Bühne haben wir am Ende der Eisenbahnschienen gebaut - dann konnten wir uns alle gratulieren.

Als Ergebnis unsere halbjährigen Arbeit entstanden vier Hauptflächen:

der Konzertsaal

der Klub C.LUB Stocznia

der Konferenzsaal

die Freilichtbühne - für Konzerte und Open Air Vorstellungen

Ein Jahr vor dem 25. Jahrestag des Gdañsker Augustes 80 und der Gründung des NSZZ "Solidarno¶æ" fingen wir an Künstler zu suchen, die diesen Raum "taufen" könnten. Wir führten Gespräche mit U2, Roger Waters, Pink Floyd und J.M.Jarre - mit dem letzteren führten wir seit Januar 2005 "Produktionsberatung", die ersten Gebäude wurden abgebrochen und Bäume gefällt. Die Realisation der Vorstellung Jean Michel Jarre's "Raum für Freiheit" hat das ganze mediale und logistische Potential des Zentrum Stocznia Gdañsk gezeigt und ein starkes Fundament für die nächsten großen Vorstellungen gelegt.

Werte Herrschaften, jeder der in der Werft gearbeitet oder gewohnt oder wie ich Wurzeln gefasst hat - weiß, das dieser Platz eine besondere Ausstrahlung hat. Man sehnt sich danach und kommt immer wieder hierher zurück. Dieses Gefühl wird von den Einheimischen "werften" genannt. Ich hoffe, dass das Zentrum Stocznia Gdañsk Dank Ihnen und Ihrer Sehnsucht nach ihm Zeuge vieler kultureller Unterfangen, die bisher nicht in Polen anzutreffen waren, wird. Sie haben jetzt die Möglichkeit die neue exzitierende Geschichte der Werft mitzugestalten.

Micha³ M. Torz